Die fortschreitende Digitalisierung von Verwaltungsabläufen und Informationen bringt in zunehmendem Maße neue Bedrohungen auch für Verwaltungen mit sich. Der Branchenkompass Public Services 2015 zeigt, dass in diesem Zuge die IT-Sicherheit die größte Herausforderung der kommenden Jahre ist.
Deutsche Behörden stehen aktuell vor der Herausforderung, die zunehmend von der Gesellschaft geforderte Modernisierung von Verwaltungsvorgängen und das Thema IT-Sicherheit unter einen Hut zu bringen. Der aktuelle Branchenkompass Public Services 2015 von Sopra Steria Consulting zeigt, dass Verwaltungen die Herausforderungen angehen und bereits umfassende Investitionen in eine einheitliche IT-Sicherheitsstrategie tätigen.
Zahlreiche Verwaltungen haben bereits begonnen, die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur grundlegend anzugehen. Neun von zehn Teilnehmern gaben an, dass bereits Investitionen in die eigene IT-Sicherheit getätigt wurden. Weitere Investitionen sind laut Studienteilnehmern bis 2017 ebenfalls geplant und Verwaltungen drängen auf einen zielgerichteten und effizienten Einsatz von IT-Systemen.
Weitere Investitionen notwendig
Allerdings sind weitere Investitionen in Zukunft notwendig, um die IT-Sicherheit weiter voranzutreiben. Rechtlich sind die Regularien zu einer einheitlichen Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen im Umsetzungsplan Bund (UP Bund) verankert, der alle Bundesverwaltungen zur Einführung des IT-Grundschutzes verpflichtet.
In der Studie wird jedoch deutlich, dass dieser Handlungsrahmen allein nicht ausreicht, um langfristig Mindeststandards im Bereich IT-Sicherheit für öffentliche Verwaltungen zu erreichen. „Viele Behörden erkennen das Thema IT-Sicherheit als ein zentrales Zukunftsthema und sehen hier weiteren Investitionsbedarf“, sagt Olaf Janßen, Berater und IT-Sicherheits-Experte bei Sopra Steria Consulting. Allerdings erschweren Haushaltskonsolidierungen und enge Budgets oftmals einen weiteren Ausbau und Investitionen in mehr IT-Sicherheit.
(c)2015 Vogel Business Media
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